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Begriffe zu Funktionstextilien
- Atmungsaktivität ...
- Beschichtungen ...
- Elasthanfaser ...
- Fleece ...
- Imprägnierung ...
- Lichtschutzfaktor UPF (Ultra Violet Protection Factor) ...
- MVTR (Moisture Vapor Transmission Rate) ...
- Nano Technologie ...
- Ret-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) ENV 343 ...
- Softshells ...
- Wassersäule ...
- Windchill-Effekt ...
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Verarbeitung von Funktionstextilien
- Nahtverschweissung ...
- Reflektierende Accessoires ...
- Reissverschlüsse ...
Begriffe zu Funktionstextilien
Q. Atmungsaktivität ...
Aber auch höchst atmungsaktives Material kann das Schwitzen eines Menschen bei körperlicher Anstrengung nicht verhindern.
Die Atmungsaktivität wird im MVTR-Wert angegeben.
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Q. Beschichtungen ...
Unter Beschichten versteht man das Aufbringen von filmbildenden Substanzen auf das Trägermaterial um die Gebrauchseigenschaften zu verbessern. Beeinflusst werden können Atmungsaktivität, Wasserdichtheit, Lichtechtheit, Aussehen .......
Man unterscheidet zwischen wasserundurchlässigen und wasserdampfdurchlässigen Beschichtungen.
Die heutigen Hitech-Produkte werden in sehr aufwendigen und kostenintensiven Beschichtungen verarbeitet. Diese Werte sind "nicht sichtbar" aber spätestens beim Tragen "fühlbar"!
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Q. Elasthanfaser ...
Als Ersatz für Naturkautschuk wurde um 1930 die Elasthanfaser erfunden.
Elasthanfasern sind sehr leicht und hochelastisch. Weitere bemerkenswerte Eigenschaften sind die Reissfestigkeit, die hohe Spannkraft und das geringe Gewicht. Die Fasern dehnen sich bis zum Sechsfachen ihrer Länge und verfügen über eine ausgezeichnete Rücksprungkraft. Durch diese Eigenschaften knittern Stoffe weniger und werden sehr körperbetont geschnitten.
In den meisten Fällen wird Elasthan aus Polyurethan hergestellt. Das Grundmaterial Polyurethan zeichnet sich durch sehr hohe Beständigkeit gegen äusserliche Einflüsse aus.
Für körperbetonte Bekleidung ist Elasthan ein Muss.
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Q. Fleece ...
Fleece hat eine hohe Isolationswirkung und ist die Bezeichnung für Webpelz aus Polyester.
Die Isolationswirkung von Fleece basiert auf dem Prinzip - stehende Luft ist ein guter Wärmeisolator. Alle isolierenden Stoffe funktionieren durch den Einschluss von Luft. Je mehr Volumen sein Fleece hat, desto mehr Luft kann eingeschlossen werden. Trotz des geringen Gewichts von Fleece, werden hohe Isolationswerte erzielt.
Die verschiedenen Einsatzgebiete von Fleece:
Micro-Fleece (ca. 80 - 180 g/m2) wird hauptsächlich als Unterzieher eingesetzt.
Regular Fleece (ca. 200 - 280 g/m2) als Pulloverersatz.
Winterfleece (ca. 300 g/m2 >) mit sehr hoher Wärmeisolation.
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Q. Imprägnierung ...
Diese Imprägnierungen sind nicht permanent. Um den Abperleffekt zu erhalten, sollten diese Textilien von Zeit zu Zeit eine Nachimprägniert werden. Hersteller empfehlen nach drei bis vier Wäschen mit Sprays oder Spezialwaschmitteln nachzuimprägnieren. Imprägnierungen werden auch von Textilreinigungen angeboten.
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Q. Lichtschutzfaktor UPF (Ultra Violet Protection Factor) ...
UV-Strahlen werden nach ihrer biologischen Wirksamkeit in drei Teilbereiche eingeteilt : UVA-Strahlen, UV-B-Strahlen und UV-C-Strahlen.
UV-A-Strahlen dringen am tiefsten in die Haut ein. Sie lassen die Haut durch Schädigung des Bindegewebes schneller altern. Ein Zusammenhang zwischen UV-A und Hautkrebs ist wahrscheinlich.
UV-B-Strahlen dringen bis zur Basalzellschicht der Haut mit ihren pigmentbildenden Zellen ein. Sie verursachen nachweislich Sonnenbrand und Hautkrebs.
UV-C-Strahlen sind die energiereichsten und gefährlichsten UV-Strahlen, sie werden aber zu fast 100% von der Ozonschicht abgehalten. Für Bekleidung gilt ein UPF ab 30+ als hautschonend. Mit einem UPF 30+ dringt nur ein Dreissigstel der schädlichen UV A- und UV-B Strahlung durch den Stoff.
Die verschiedenen UPF Normen:
AS/NZS 4399
UV Standard 801
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Q. MVTR (Moisture Vapor Transmission Rate) ...
Die Messeinheit lautet g/m²/24h.
Bei der Ermittlung dieses Wertes wird der Durchtritt des Wasserdampfs in einem Zeitraum von 24 Stunden gemessen. Die Wassermenge, welche in 24 Stunden durch einen Quadratmeter Stoff verdunstet, wird gesammelt und in Gramm gemessen.
Je höher der Wert, desto atmungsaktiver ist das Material. Als gut werden Werte von 5'000 g/m²/24h und höher taxiert. Der MVTR-Wert ist ein Mass für die Atmungsaktivität. MVTR steht für Moisture Vapor Transmission Rate. Die Messeinheit lautet g/m²/24h.
Bei der Ermittlung dieses Wertes wird der Durchtritt des Wasserdampfs in einem Zeitraum von 24 Stunden gemessen. Die Wassermenge, welche in 24 Stunden durch einen Quadratmeter Stoff verdunstet, wird gesammelt und in Gramm gemessen.
Je höher der Wert, desto atmungsaktiver ist das Material. Als gut werden Werte von 5'000 g/m²/24h und höher taxiert.
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Q. Nano Technologie ...
1 Nanometer (= 0,000000001 Meter) ist weder sichtbar, spürbar noch fühlbar!
Ein Nanopartikel ist im Vergleich zu einem Fussball so klein wie dieser im Vergleich zur Erde.
Nanopartikelbestehen zum Einen aus Komponenten, die sich mit der Oberfläche fest verbinden und zum Anderen aus Komponenten, die den gewünschten Effekt bewirken. Diese Partikel ordnen sich während der Nanoversiegelung "intelligent" an:
Die bindenden Komponenten wandern zur Oberfläche des Materials, die Antihaftkomponenten richten sich nach aussen! Durch diese Selbstorganisation bildet sich eine extrem dünne, glasartige Schicht, welche mit der Oberfläche eine feste chemische Verbindung eingeht und dadurch eine extrem dauerhafte Versiegelung garantiert.
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Q. Ret-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) ENV 343 ...
Der Ret-Wert ist der Wasserdampfdurchgangswiderstand eines Textils nach der Formel x10-3m2mbar/w. Der Wert wird direkt am fertigen Bekleidungsstück ermittelt und ist kein Resultat einzelner Materialkomponenten. Schliesslich nützt es nichts, wenn die Membran extraklasse Werte aufweist, der Oberstoff die Funktion aber nicht begünstigt!
Eine konventionell PU-beschichtete Regenjacke hat über 200 Ret, Eine TPX-PRO Jacke der neuesten Generation hat unter 5 Ret.
Ret-Wert < 6 extrem atmungsaktiv
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Q. Softshells ...
Soft Shell hat die Outdoorbekleidung neu definiert. Sie lassen sich unter verschiedensten Bedingungen sehr angenehm tragen, sind elastisch, leicht, sehr atmungsaktiv und wetterfest. Durch diese Eigenschaften können Softshells auch modischer als Hardshells geschnitten werden.
Für jegliche Outdooraktivitäten sind Softshells die idealen Begleiter.
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Q. Wassersäule ...
Laut Norm gilt: Als wasserdicht darf ein Gewebe bezeichnet werden, welches einer Wassersäule von mindestens 1'300 mm standhält (eine 1,3 m hohe Wassersäule mit einem Durchmesser von einem Meter drückt zwei Minuten lang auf die Probe, ohne dass Wasser hindurch dringt).
Die Grenze von 1'300 mm ist sehr knapp bemessen: z. B. reicht die Wassersäule, beim Hinsetzen auf einen nassen Stuhl nicht aus, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
Die Produkte unserer Marken weisen mindestens eine Wassersäule von 5'000 mm aus. Der grösste Teil weist eine Wassersäule von über 10'000 mm aus.
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Q. Windchill-Effekt ...
Weht ein Wind kühlt der Körper aus. Schutz bietet winddichte Bekleidung.
Wind Aussentemperatur gefühlte Temperatur
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Verarbeitung von Funktionstextilien
Q. Nahtverschweissung ...
Verhindert das Eindringen von Wasser.
Die durch das Nähen mit der Nadel entstandenen Löcher werden durch den Faden nicht komplett verschlossen. Wasser kann eindringen, wobei der sogenannte Kapillareffekt die Wirkung noch verstärken kann.
Erst das Nahtband, welches mit Hitze über die Nähte verschweisst wird, gewährleistet absolute Wasserdichtigkeit.
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Q. Reflektierende Accessoires ...
Reflexmaterialien funktionieren nach dem Prinzip der Retroreflexion.
Dies bedeutet, dass auftreffendes Licht zur Lichtquelle zurückgestrahlt wird. Auf diese Weise ist Sichtbarkeit in der Dämmerung und auch bei Nacht gewährleistet.
Sie werden auf vielfältige Weise als Print, als Reissverschluss-Zipper oder als Passpoil verarbeitet.
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Q. Reissverschlüsse ...
Wasserabweisende Reissverschlüsse
Optimalen Schutz vor Wassereinbruch beim Reissverschluss bietet die Über- oder Unterpatte. Wenn Gewicht gespart werden muss oder auch aus optischen Gründen werden wasserabweisende Reissverschlüsse eingesetzt.
Die eng beieinander liegenden Trägerbänder sind auf der Rückseite mit einer wasserdichten Polyurethan Beschichtung versehen. So kann kein Wasser durch das Trägerband eindringen.
Diese Reissverschlüsse dürfen nicht als wasserdicht bezeichnet werden, da durch den Spalt zwischen den Trägerbändern immer noch ein bisschen Wasser eindringen kann.
2-Weg-Reissverschlüsse
Sie sind mit 2 Schlitten von oben und unten zu öffnen und erhöhen dadurch den Tragekomfort beim Sitzen. Ebenso wird verhindert dass der Reissverschluss von unten einreisst und erhöht die Lebensdauer.
2-Weg-Reissverschlüsse werden vor allem in Jacken für das Radfahren eingesetzt.
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